Wien anders – Das Brettspiel

Donnerstag 18. Juni 2015, von PolDi

Mein 7-jähriger Sohn liebt DKT®. Als Kind habe ich diese Variante von Monopoly® selbst gerne gespielt, auch wenn es, angesichts der langen Spieldauer von mehreren Stunden, nicht immer leicht war, MitspielerInnen zu finden.

von Franz Schäfer - Aber ist es nicht ein sehr kapitalistisches Spiel? Ja, allerdings zeigt es damit auch die zentralen Nachteile und Ungerechtigkeiten dieses Systems sehr deutlich auf: Wer einmal die teuren Straßen mit vielen Häusern oder gar Hotels besetzt hat, gewinnt früher oder später. Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer. Genau das wird spielerisch vermittelt. Und das ist auch kein Zufall:

Die 1866 geborene Elizabeth „Lizzie“ Magie, eine Feministin und Quäkerin, hat sich ein Spiel namens „The Landlord‘s Game“ ausgedacht, welches die Vorlage für Monopoly® war. Ihr ging es darum, die Ungerechtigkeiten des kapitalistischen Systems aufzuzeigen. Inspiriert von den Thesen von Henry George vertrat sie die Meinung, dass das Land denen gehören sollte, die es auch bearbeiten.

Wenngleich sich Lizzies Vision nicht erfüllt hat, so hat ihr Spiel doch dazu beigetragen dass aus mir ein Kommunist wurde. Ich bin zwar 2007 aus der KP wieder ausgetreten, sehe mich aber immer noch als Kommunist und freue mich jetzt, als Unabhängiger im Rahmen von „Wien anders“ für eine linke Politik in Wien zu kämpfen.

Als kleinen Beitrag zum Wahlkampf habe ich das Brettspiel „Wien anders“ gestaltet. Die Regeln sind im Vergleich zu Monopoly/DKT® etwas abgewandelt und in den Aktionskarten verbirgt sich einige pointierte Kritik an der aktuellen Politik der Stadtregierung, ebenso wie einige unserer politischen Forderungen für ein anderes Wien angesprochen werden.

Wir wollen versuchen, das Spiel in einer Kleinserie zu einem Preis von etwa € 25 heraus zu bringen.

Wer Interesse daran hat ein Exemplar zu erwerben, schreibt eine Email an: brettspiel@mond.at