Wollen wir das wirklich? Lieber ANDAS!

Editorial der PolDi-Zeitung Nr. 17

Sonntag 13. September 2015, von Josef Iraschko, Bezirksrat für Wien Anders, KPÖ und PolDi

Es ist ja verständlich, dass viele Menschen in unserer Stadt von der Selbstlob-Politik ziemlich die Nase voll haben. Aber ist H.C. Strache wirklich die Alternative?

Gehen wir zurück in das Jahr 2004: Die „Viererbande“ - Schüssel (ÖVP), Haider, Böhmdorfer und Grasser (alle FPÖ) samt parlamentarischem Anhang - verabschiedet ein Gesetz, das sowohl die Landes-, als auch die Bundeshaftung für die Hypo-Bank Kärnten sicherstellt und damit eine unglaubliche Ausplünderung Österreichs einleitet. Die Bundeshaftung stellte im Nachhinein sicher, dass Milliarden Euro „risikolos“ in den Balkankrieg und die Bankenexpansion im Süden gepumpt werden konnten und eine sagenhafte, bisher nicht für möglich gehaltene persönliche Bereicherung in Gang gesetzt wurde. Die Führung der SPÖ schaute einfach weg, die ÖVP war ohnehin Teil dieses kriminellen Programms.

Jetzt soll, mit ähnlichen Parteistrukturen, nur mit anderen ProtagonistInnen, bei der Oktober-Wahl in Wien angeblich die „Schlacht aller Schlachten“ geschlagen werden. Dabei kann ich mir nicht vorstellen, dass H.C. wirklich die Führung in Wien übernehmen will. Als Teil dieses Systems weiß er nur zu gut, wie viele Leichen in der Löwelgasse (SPÖ-Partei-zentrale) auf ihre Auferstehung warten. Eines ist jedoch schon heute klar: diese rechte Schein-Opposition an der Spitze würde uns noch viel tiefer in den Sumpf der Korruption führen.

Wien braucht dringender denn je eine neue, nicht korrumpierbare, fortschrittliche Kraft, die gegen den „Rausch“ aus Gier und Macht antritt. Die Gegner scheinen angesichts einer mit Millionen an Steuergeldern „angefütterten“ Medienlandschaft unbesiegbar. Aber denken wir daran: Selbst der härteste Stein wird durch das weiche Wasser letztlich zu Sand.

Die Leopoldstadt braucht „Wien anders“ (KPÖ&PolDi, Piraten, Unabhängige und Echt Grün - Kurzform: ANDAS)!

Die vorliegende Ausgabe von PolDi ist natürlich dem bevorstehenden Wahlkampf gewidmet. Seite 2&3 befassen sich mit dem erbärmlichen Zustand unserer Bezirkspolitik. Auf Seite 4&5 stellen sich die KandidatInnen von „Wien anders“ für den 2. Bezirk vor. Nicht fehlen darf auch eine Seite zur grauenvollen EU-Politik gegenüber Griechenland (Seite 6), und die Seite 7 beschäftigt sich mit dem Thema WOHNEN, gerade auch in unserem Bezirk.

Ich denke, wir bieten auch diesmal viel Lesenswertes, vieles, was Du/Sie sonst in keinem Medium finden werden.