Präsentation zum 70. Todestages einer Kämpferin für Gerechtigkeit

Die Kassiber der Widerstandskämpferin Elfriede Hartmann im Lassallehof

Sonnabend 26. Oktober 2013, von KPÖ Leopoldstadt

Die Kassiber der Widerstandskämpferin Elfriede Hartmann: Präsentation zum Anlass ihres 70. Todestages. Zum geschichtlichen Kontext spricht Winfried R. Garscha, Historiker. Aus den Kassibern Elfriede Hartmanns liest Johanna Mertinz, Schauspielerin. Eine Veranstaltung im Lassallehof in der Leopoldstadt.

Elfriede Hartmann war eine der zentralen Persönlichkeiten der "Gruppe Soldatenrat", einer vom illegalen Kommunistischen Jugendverband inspirierten Widerstandsorganisation, die 1941/42 im Raum Wien tätig war, eine eigene Untergrundzeitschrift gleichen Namens herstellte und insbesondere "zersetzende" Briefe an Wehrmachtssoldaten schrieb. Die Feldpostadressen hatte Elfriede Hartmann unter anderem von ihrem zur Wehrmacht eingerückten und nach Norwegen versetzten Freund, Rudolf Mašl, erhalten. Beide wurden verhaftet und 1943 (am 27. August bzw. 2. November) geköpft.

Elfriede Hartmann und Rudolf Mašl (DÖW Foto 316)

Aus der Gestapo-Haft gelang es Elfriede Hartmann, eine größere Zahl an geheimen Nachrichten in Form von Stofffetzen und kleinen Zetteln an ihre Familie hinauszuschmuggeln. Johanna Mertinz entdeckte die großteils erhalten gebliebenen Kassiber im Nachlass von Elfriede Hartmanns Schwester Gerda und brachte sie kürzlich als Faksimile-Edition im Mandelbaum Verlag heraus.

Mittwoch, 30. Oktober 2013, 18.00 Uhr
KZ Verband, 1020 Lassallestraße 40, Stiege 2, 2. Stock (Lift), Tür 6

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