Diskussionsrunde: Die Sozialpartnerschaft - Geschichte und Bedeutung für die Linke

Sonntag 22. Oktober 2017, von Patrick Kaiser

Nach dem offiziellen Rechtsruck in der Regierung (wobei links wohl sehr breit definiert ist) ist diese Fragestellung definitiv diskussionswürdig! Eine Veranstaltung von KPÖ Plus und KSV Lili.

Entstehung-Geschichte-Erodierung und was bedeutet sie für die Linke?

In aller rechten und liberalen Munde, von Strache bis Strolz liegt derzeit die Abschaffung der Sozialpartnerschaft und die Linke begibt sich, fast schon wie von selbst, in eine verteidigende Position.

Zunächst wären sich allerdings zumindest folgende Fragen zu stellen um die historische wie gesellschaftliche Genese der Sozialpartnerschaft zu begreifen: Wie wurde die Sozialpartnerschaft nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus durchgesetzt? Was war ihre Funktion bei der Durchsetzung der Gastarbeit? Welche Paradigmenwechsel kamen mit dem Neoliberalismus? Welche marxistischen linken Erklärungsansätze gibt es zur Sozialpartnerschaft?

Hierzu laden wir zu jeder Fragestellung einE ExpertIn ein.

Aufbauend auf diesen Erläuterungen wollen wir uns gemeinsam der entscheidenden Frage widmen, wie eine Linke hier zwischen absoluter Verteidigungshaltung und frenetischem Jubel, über die Kündigung des Klassenfriedens von oben, agieren soll? Es soll sich nicht darauf beschränkt werden zu erläutern worin die Gefahren in der anstehenden Erodierung der Sozialpartnerschaft bestehen, sondern auch wo hier Chancen für eine Linke liegen können.

Am Podium:

Michael Graber (KPÖ)

Kübra Atasoy (Mitarbeiterin der Ausstellung „Avusturya! Österreich!“ über 50 Jahre türkische Gastarbeit in Österreich)

Susanne Haslinger (Juristin und in der Rechtsabteilung, der sozialpolitischen Grundlagenabteilung der Produktionsgewerkschaft PRO-GE und undok-Anlaufstelle)

Tobias Schweiger (PLUS)

Mo., 30.10.17, 18:45, Uni Wien, Neues Institutsgebäude, Hörsaal I