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KPÖ Leopoldstadt und PolDi rufen auf: Zentrales Februargedenken der KPÖ Wien

Montag 8. Februar 2021

Am Sa., den 13.2. treffen sich GenossInnen und MitstreiterInnen aus ganz Wien gemeinsam um 15h am Reumannplatz, um der Geschehnisse im Februar 1934 zu gedenken. Unsere BezirksrätInnen aus der Leopoldstadt, Josef Iraschko und Sophie Apfler, werden einen Kranz niederlegen und damit eines zum Ausdruck bringen, was heute nicht mehr selbstverständlich ist: Nie mehr Faschismus, nie mehr Krieg!

Hier der offizielle Aufruf der KPÖ Wien:

Am 12. Februar 1934 stellten sich (gegen den Willen der Führung der SPÖ) Teile der österreichischen ArbeiterInnenbewegung und des Republikanischen Schutzbundes gegen das austrofaschistische Regime, welches schon im März 1933 das Parlament ausgeschaltet und im Mai den Republikanischen Schutzbund und die KPÖ verboten hatte.

Die Regierung setzte Polizei und Bundesheer ein, Gemeindebauten wurden vom Bundesheer mit Artillerie angegriffen. Insgesamt forderten die Kämpfe mehr als 1.600 Tote und Verletzte.

Eine Folge des Februar 34 war, dass die Mitgliederzahl der KPÖ innerhalb kurzer Zeit von 4.000 auf rund 16.000 angestiegen ist - was unserer Partei auch ermöglichte, eine führende Rolle im Widerstand gegen den Austro- und später gegen den NS-Faschismus einzunehmen.

Die KPÖ weist alle Behauptungen einer „geteilten Schuld“ für die Ereignisse des Februar 34 zurück, weil damit die Verantwortung von Dollfuß und der christlich-sozialen Partei für die Zerstörung der Demokratie vernebelt, der Austrofaschismus verharmlost und die Opfer zu Tätern gemacht werden. Es gilt daran zu erinnern, dass Dollfuß und Schuschnigg mit ihrer Politik den Boden für den Anschluss durch Nazi-Deutschland im März 1938 bereitet haben.

Wenn die KPÖ des Jahrestages der Februarkämpfe gedenkt, so verbinden wir dieses Gedenken mit dem Anspruch, auch in der Gegenwart gegen alle autoritären Tendenzen wie z.B. Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie sowie neofaschistische und rechtsextremistische Gruppen und PolitikerInnen aufzustehen, um zugleich für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Hunger und Krieg, also eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus, einzutreten. Aktuell heißt dies insbesondere auch sich gegen die Abwälzung der ökonomischen Folgen der Corona-Krise auf die breite Mehrheit der Bevölkerung zur Wehr zu setzen.


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