Editorial: Irren ist menschlich, aber auch korrigierbar!

Donnerstag 22. November 2018, von Josef Iraschko, Bezirksrat für Wien Anders, KPÖ und PolDi

von Josef Iraschko - Viele Menschen in unserem Land erkennen langsam, einer raffinierten Medienkampagne aufgesessen zu sein und eine Regierung gewählt zu haben, über die kaum Positives gesagt werden kann. Diese Regierung versteht sich offen als Vollstrecker der maßlosen Wünsche von Wirtschaft, Unternehmen und Medien. Soziale und ökologische Anliegen sollen auf den Misthaufen geworfen werden. Als Teil der Wohnungs- und Immobilienspekulation haben die Regierenden gegenüber den Ansprüchen der Menschen nach gesichertem und leistbarem Wohnen nur Sprechblasen anzubieten. Die Wiener Rathauspolitik spielt mit.

Was ist die Alternative?
Wieder grün/rosarot oder rosarot/türkis oder auch rosarot/blau oder gleich braun? Nein! Egal welche Kombination bei der nächsten Wahl rauskommt, die eigentlichen Macher sitzen in den internationalen Konzernzentralen. Die dazugehörigen Medien kommunizieren den Kurs, der nur auf eines abzielt: Reiche wollen reicher werden! Auch wenn dafür die gesamte Gesellschaft autoritär umgebaut werden soll. Eine selbstbestimmte und selbstermächtigte emanzipatorische Zivilgesellschaft ist dringend notwendig!
Wien anders Bezirksrat für die KPÖ Josef Iraschko


Krieau - eine riesiges Spekulationsgebiet!
Ein besonderes Beispiel der Stadtpolitik im Dienste der Unternehmensprofite ist der jetzt publik gewordene Verkauf des gesamten Krieau-Geländes (Rennbahnareal). Es wird uns versichert, dass es zu keiner Umwidmung der Rennbahn kommen wird, es sei denn...(?) Dazu liefern die Medien meisterhafte Lobbyarbeit, so dass offenbar- leider - alles für die baldige Auflösung des Vertrags mit dem Trabrennverein spricht. Der Investor kümmert sich rührend um das historische Gelände und will es „retten“. Dabei geht es nur mehr um die profitabelste Verwertungsvariante; man hat ja Zeit. (Auswirkungen auf Mensch und Natur, siehe Artikel auf Seite 4)

Wir von der KPÖ-Leopoldstadt haben einen sozial und ökologisch verantwortbaren Vorschlag zum Rennbahnareal: keine neuen Hochhäuser mit Luxuswohnungenund kein Verbrauch von natürlichen Ressourcen. Wir wollen das, was wirklich für die Wohngegend Vorgartenstraße/Engerthstraße mit ihren vielen Gemeindewohnungen dringend notwendig wäre: kostenlose Sportmöglichkeiten (z.B. ein Kindererlebnisbad) in einer Kulturlandschaft mit vielen Bäumen.

Ihr KPÖ und Wien anders Bezirksrat Josef Iraschko sowie das PolDi-Team e-mail: poldi@leopoldstadt.net