"Werkl" im Goethehof: Veranstaltungen im Dezember 2012

Montag 26. November 2012, von Gerald Grassl

Das "Werkl" im Goethehof (Schüttaustraße 1, 1220 Wien), kulturelle selbstverwaltete Freiräume, lädt im Dezember zu neuen Kulturveranstaltungen. Weitere Infos und Webseite: www.werkl.org

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 19 h
Werkkreis Literatur der Arbeitswelt & 1. Wiener Lesetheater: Buchpräsentation "Als der Dibbuk kam"
Der im zweiten Bezirk lebende Journalist und Schriftsteller Gerald Grassl beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Wiener Sagen. Die jüdischen Sagen aus der Wiener Leopoldstadt sind 2011 gesammelt in einem Buch erschienen – unter dem Titel "Der Golem von Wien. Die verschwundene jüdische Sagenwelt der Mazzesinsel". Mit "Als der Dibbuk kam - Sagen und Geschichten zur Geschichte der Juden in Wien" legt Gerald Grassl nun den zweiten Band seiner als Trilogie konzipierten Textsammlung zur jüdischen Erzähltradition vor.

Dienstag 11. Dezember 2012, 19 h
ZWEIUNDFÜNFZIG WOCHEN UND EIN TAG - Präsentation der Kunst–Buch–Edition und Lesekonzert
ZWEIUNDFÜNFZIG WOCHEN UND EIN TAG reflektiert die gesamtgesellschaftliche Entwicklung in Form zweier, ineinander verschränkter und miteinander kommunizierender Positionen – der Sprach-Verdichtung der Haiku und der Objekt-Verdichtung der Schöpfbilder.
Hahnrei Wolf Käfer – Haiku: "An Veröffentlichung meiner neueren Haiku dachte ich nicht, bis Yoly Maurer mich mit ihren sensiblen, weit von jeder Illustration entfernten, eigenständigen und assoziationsreichen Schöpfbildern von einem gemeinsamen Projekt überzeugte. Die Schöpfbilder können, so eng verschlungen sind die Sujets, als Bebilderung, die Haiku als deren Beschreibung verstanden werden. Aber wie es diese Gedichtform und wie es gute Bilder, mögen sie konkret oder abstrakt sein, verlangen, weisen sie für den Aufmerksamen weit über sich hinaus."
Yoly Maurer – Schöpfbilder: "Ich gehe ein auf die Haiku H.W.Käfers, welche für den Leser als Text auf Papier vorliegen, und verwende zur Sichtbarmachung meines Zugangs das den Menschen in Fluten umgebende Papier in Form verschiedenster Medien. Jedoch verändert sich dieses aus der täglichen Papierflut geschöpfte Papier. Einer Metamorphose gleich und sämtliche Informationen noch in sich tragend, entstehen aus dem geschöpften Papierbrei Bildkompositionen zu den Haiku. Schöfpbilder, welche den Haiku gleich, in eine imaginäre Welt führen."
www.yoly.org
Lesekonzert Mitwirkende: Eva Maria Breitling, Erwin Leder, Andrea Pauli, Gerhard Ruiss, Hahnrei Wolf Käfer

Mittwoch 12. Dezember 2012, 20 h
Augustin 11% K.Theater: "Kellerbekanntschaften mit Dachschaden"
11% K.Theater heißt die bunte Mischung von Augustin VerkäuferInnen die, neben aktionistischen Performances im öffentlichen Raum, jährlich ein neues Theaterstück auf die Bühne bringt. Keine vorgeschriebenen "alten Schinken" sondern lebendig und lustvoll inszeniertes Leben. Neben szenischem Theater wird auch mit Improvisationstheaterelementen gearbeitet, auf Bühnenbild und Requisiten wird zugunsten der Ausdruckskraft verzichtet. Die SchauspielerInnen wollen dem Publikum ihre humorvolle und kreative Seite zeigen und sich gemeinsam mit ihm ins Abenteuer stürzen. Diesmal geht das 11% K.Theater der Frage nach: Was heißt "Schneller Wohnen"? In jedem Fall Bewegen auf unsicherem Terrain. Turbulenzen zwischen Hot-Dog- und Buwog-Typen. Ein verarmter Mieter will seine Dachgeschosswohnung sanieren, allein das Geld fehlt, was bei der Nachbarin und dem Bordellbesitzer ausreichend vorhanden ist. Der Hausbesitzer lacht sich ins Fäustchen. Aber wer zuletzt lacht… Ein Stück über die Sorgen eines Mieters und die Machenschaften eines Hausbesitzers.

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