Schützt die Wiener Märkte und die Marktstandler. Vor der FPÖ!

Dienstag 28. Juni 2011, von Gerald Grassl, PolDi

Die Wiener FPÖ führt einen Kampf, um die Wiener Märkte - einerseits wichtige Nahversorger, andererseits wichtige Kulturdenkmäler der Stadt - zu beseitigen bzw. zu ruinieren. Der scheinheilige rassistische Vorwand: Die Standeln würden fast nur mehr von „Ausländern“ betrieben.

Die FPÖ ist vor allem auch eine Partei der Immobilienhändler und Hausherren, deren Interesse es ist, die wenigen Wiener Märkte zu ruinieren, um handelbare Grundstücke für teure und hohe Bürobauten oder neue Einkaufszentren zur Verfügung zu haben. Die Wiener Märkte wurden schon IMMER von „außen“ beliefert. Seit dem Mittelalter. Daher war es IMMER schon naheliegend, dass die Marktstände von den Lieferanten der einstigen Kronländer beliefert und betrieben wurden. Um die vorige Jahrhundertwende waren beispielsweise die „böhmischen Marktweiber“ und deren „Goschen“ legendär. Heute hat sich das verlagert: Die Nachkommen der „Ur-Wiener“ Marktstandler aus Böhmen, Ungarn oder Galizien wollten sich nach 1945 DIESE intensive Arbeit, die mit der täglichen Fahrt zu den Großmärkten nach Inzersdorf um 3 Uhr früh beginnt und nach Abschluss der täglichen Buchhaltung etwa um 21 Uhr endet, natürlich nicht mehr antun.

Zudem eröffneten rund um die Märkte Einkaufszentren und Supermärkte, in denen Gemüse und Obst nicht so frisch, doch billiger ist. Gleichzeitig wird DORT die Ware vom Markt-Amt nicht so genau kontrolliert. Dass die letzten Wiener Märkte überhaupt noch existieren (es gab um 1900 mehr als 100), ist hauptsächlich sog. „Zuwanderern“ zu DANKEN, für die das Betreiben der Standeln wenigstens eine Existenzgrundlage darstellt.

Der FPÖ sind es „zu viele“ und daher sollen sie weg! Und damit wären die Wiener Märkte weg. Dafür mehr Platz für neue Einkaufszentren, um Billigwaren zu Dumpingpreisen aus Ländern anzubieten, in denen Kinderarbeit selbstverständlich ist…

Wir feiern ein Fest...

Mit Liedern und Texten des fröhlichen Miteinander anstatt Gegeneinander.

Am Freitag, 1. Juli 2011, ab 13 Uhr am Wiener Vorgartenmarkt nahe Max-Winter-Platz, am besten mit der U1 Station Vorgartenstraße, U2 Station Prater oder Messegelände zu erreichen.

Wir freuen uns über euren Besuch und Teilnahme: Rassismusfreie Zonen, POLDI, Rotes Wohnzimmer, Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Redaktion TARANTEL
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